Projektwoche 2026 – Gemeinsam entdecken, gestalten und wachsen
Die Projektwoche ist jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt unseres Schullebens. Projektunterricht wird am Immanuel-Kant-Gymnasium traditionell großgeschrieben – und auch in diesem Jahr stellten Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler mit großem Engagement eine beeindruckende Vielfalt an Projekten auf die Beine. So entstand ein buntes Programm, das Raum für Kreativität, Bewegung, Forschung, kulturellen Austausch und gemeinsames Lernen bot.
Einen besonders wichtigen Beitrag zur politischen Bildung leisteten die Projekte zur Demokratie- und Erinnerungsarbeit. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 und 11 setzten sich im Rahmen einer Gedenkstättenfahrt nach Dachau intensiv mit einem der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auseinander. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus stärkt das Bewusstsein für Demokratie und Menschenrechte und knüpft unmittelbar an unser Selbstverständnis als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an.
Auch das Projekt „Politik vor Ort erleben“ brachte den Unterricht aus dem Klassenraum hinaus in die Wirklichkeit. Politische Prozesse wurden an authentischen Orten erfahrbar gemacht und theoretische Inhalte des PGW-Unterrichts mit praktischen Eindrücken verknüpft.
Mit viel Energie und Kreativität widmete sich die Projektgruppe „Girl Power“ den Stärken und Möglichkeiten von Mädchen und Frauen sowie den Themen Diskriminierung und Sexismus. Zudem fand das Selbstbewusstsein junger Frauen seinen Ausdruck in traditionellen Tänzen Mexikos, in denen mit farbenfrohen, wehenden Röcken Frauenpower eindrucksvoll und rhythmisch in Szene gesetzt wurden.
Dramatisch wurde es im Kurzfilmworkshop. Gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten entstanden zunächst eigene Drehbücher, die anschließend professionell verfilmt wurden. Von Horror bis Crime war alles vertreten – spannende Geschichten, kreative Ideen und filmisches Talent inklusive.
Wer sich über Schülerinnen und Schüler wunderte, die mit Keksdosen mit Löchern über das Schulgelände liefen, erhielt schnell eine faszinierende Erklärung: Im Projekt Lochkamera bauten die Teilnehmenden ihre Kameras selbst, fotografierten analog und entwickelten ihre Bilder anschließend eigenständig. Die sehenswerten Ergebnisse bewiesen eindrucksvoll, wie spannend Fotografie ohne digitale Technik sein kann.
Auch sportlich war während der Projektwoche viel geboten. Auf dem Sportplatz am Marienkäferweg lebte die Welt des Fußballs trotz aller Enttäuschungen der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft weiter. Mit großer Begeisterung wurde hier weiter um Tore und Titel gekämpft.
Im Projekt „Ballsport und Teamspiele“ standen Teamgeist, Kommunikation und gemeinsame Strategien im Mittelpunkt. Mit viel Einsatz, Fairness und Freude wurden in unterschiedlichen Sportarten spannende Wettkämpfe ausgetragen.
Wer neue Sportarten kennenlernen wollte, war im Projekt „Sport mal anders“ genau richtig. Flag Football, Cricket, Tennis und Beachvolleyball eröffneten Einblicke in Sportarten, die im Schulalltag eher selten auf dem Stundenplan stehen. Ergänzt wurde das Programm durch eine Einführung in die Kunst des Schiedsrichtens.
Unter dem Motto „Einfach mal rollen lassen“ erkundete eine weitere Gruppe das Harburger Umfeld mit dem Fahrrad. Ganz ohne Anstrengung verliefen die Touren angesichts der Harburger Topografie zwar nicht immer, doch gerade die sportlichen Herausforderungen machten die Ausflüge zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Etwas ruhiger ging es in der Projektgruppe „Achtsamkeit“ zu. Hier standen Entschleunigung, Meditation und bewusste Wahrnehmung in der Natur im Mittelpunkt – ein wohltuender Ausgleich zum oft hektischen Schulalltag. Die Idee von Achtsamkeit fand ihren Ausdruck zudem in kreativen Mandalas aus Gegenständen der Natur.
Wie Vorurteilen kreativ begegnet werden kann, zeigte das Projekt „Vorurteile? Durchgespielt!“. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Spiele, die auf Formen von Ausgrenzung aufmerksam machen und gleichzeitig Möglichkeiten eines respektvollen Miteinanders aufzeigen. Spielerisch entstanden so wichtige Impulse für ein harmonisches Zusammenleben.
Im Projekt „Länder Europas“ stand die Ukraine im Mittelpunkt. Neben landestypischen Stickereien und traditionellen Kunstmotiven, die unter Anleitung einer Künstlerin gestaltet wurden, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit der jüngeren Geschichte Osteuropas. So entstanden kreative und zugleich informative Zugänge zu einer anderen Kultur.
Über den eigenen Tellerrand hinaus blickte auch das Projekt „Türkische Kultur“. Gemeinsam wurden unter anderem leckere Çiğ Köfte und Baklava zubereitet und anschließend mit großer Freude in der Schule verteilt. Ergänzend beschäftigten sich die Teilnehmenden mit türkischer Geschichte und Traditionen, die sie in kurzen Präsentationen vorstellten – ein schöner Beitrag zum gegenseitigen Kennenlernen.
Mit kleinen Nadeln wurden im Projekt Sticken und Häkeln Großes geschaffen. Jungen wie Mädchen entdeckten ihre handwerklichen Fähigkeiten und gestalteten beeindruckende textile Arbeiten, die sich sehen lassen konnten.
Auch im Projekt „Kreativität im Alltag“ entstanden zahlreiche kleine Kunstwerke – von kunstvoll bemalten CDs bis hin zu fantasievoll gestalteten Initialen. Der Kreativität waren dabei kaum Grenzen gesetzt.
Ein besonderes Highlight war das Theaterprojekt des 6. Jahrgangs. Erstaunlich, was innerhalb einer einzigen Woche entstehen kann: Mit viel Spielfreude brachten die Schülerinnen und Schüler ein fantasievolles Stück auf die Bühne, das in postmoderner Weise die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen ließ. Berühmte Fantasiefiguren trafen auf Menschenkinder und entdeckten, dass beide Welten voneinander lernen und einander brauchen.
Den gelungenen Abschluss dieser vielseitigen Projektwoche bildete eine gemeinsame Präsentation in der Aula. Beim Gallery Walk stellten die Gruppen ihre Ergebnisse vor. Die Stände waren durchgehend gut besucht und das große Interesse an den Projekten der anderen zeigte eindrucksvoll, wie sehr die Schulgemeinschaft das projektorientierte Arbeiten schätzt. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Projektgruppe „Girl Power“, die ihre in nur wenigen Tagen einstudierte Choreografie eines mexikanischen Tanzes präsentierte und dafür begeisterten Applaus erhielt.
Den Schlusspunkt setzten die Schülerinnen und Schüler des Theaterprojekts mit Auszügen aus ihrem Stück. Mit fantasievollen Kostümen, großer Spielfreude und beeindruckender Kreativität machten sie deutlich, wie wichtig Fantasie, Zusammenarbeit und gegenseitige Inspiration sind – Werte, die die Projektwoche insgesamt geprägt haben.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieser besonderen Woche beigetragen haben: den engagierten Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie den zahlreichen externen Unterstützerinnen und Unterstützern. Ein besonderer Dank geht an KANTevent, das nicht nur unmittelbar nach der Abiturentlassung den Abbau der Veranstaltungstechnik regelte, sondern zugleich die Abschlusspräsentation der Projektwoche mit großem technischem Einsatz unterstützte. Ohne dieses Engagement wäre ein so gelungener Abschluss nicht möglich gewesen.