Applaus Applaus, Januar 2026
Mit einem „Kinderlied aus einem anderen Sommer“ wurden die Besucherinnen und Besucher des gestrigen Applaus-Applaus-Konzerts von Linn J. (9a) gefühlvoll in den musikalischen Abend geleitet. „Comptine d‘un autre été, l’aprés-midi“, komponiert von Yann Tiersen, war in gewisser Weise ein Motto dieser besonderen Veranstaltung, auch wenn die Außentemperaturen keineswegs sommerlich waren. Viele junge Künstlerinnen und Künstler präsentierten sich mit ihren vielseitigen Talenten einem geneigten Publikum und an diese Auftritte werden sie sich noch in Erwachsenenjahren zurückerinnern – eben als Bühnenauftritte aus einer anderen Zeit ihres Lebensweges. Da ist Tammo S. aus der 5c zu nennen, der sehr einfühlsam „Leo“ von Ludovico Einaudi auf dem Klavier spielte. Oder Saira W. und Emilia A., ebenfalls Jahrgang 5, die eine eigene Choreographie zu dem Stück „Gnarly“ der Girl-Group Katseye gestalteten und auf der Bühne tanzten.
Die Nostalgie von Kinderliedern aus anderen Sommern wurde spürbar, als die Ehemaligen Sevil A. und Jonathan K. angekündigt wurden, um mit Layla L., die dieses Jahr das Abitur machen wird – wie es hieß – „ein letztes Mal“ gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Zu diesem Zweck war Jonathan eigens aus Berlin angereist. Kaum hatte er am Klavier Platz genommen, senkte sich zu aller Überraschung die Leinwand und zu melancholischen Pianoklängen passierte die musikalische Laufbahn dieser Drei in Form von Kinderbildern, auf denen stolz die ersten Instrumente in die Kamera gehalten wurden, und des auf Zelluloid gebannten Stolzes erster Auftritte Revue. Die Leinwand hob sich und die Kinder von einst sangen eindrucksvoll das Stück „Show Yourself“ aus Frozen 2, gefolgt von einem ermutigenden Plädoyer Jonathans, der dafür warb, die beglückende Erfahrung, ein Publikum an der eigenen Freude an der Musik teilhaben zu lassen, zu wagen und es „einfach zu tun“. Layla L. lebte dies sogleich mit dem Song „You Stole The Show“ von Sienna Spiro vor. Dann rockte die Schulband die Bühne, die sich nicht nur in der Evolution der Namensgebung von „Schulband“ über „No name“ zu „Don’t name us“, sondern auch musikalisch zu einer veritablen Band gemausert hat. Hinter den Namenlosen verbergen sich Jonah E. (5a), Lasse T. (9c), Luisa L. (7b), Bjarne O. (7d), Julius R. (7a), Greta L. (5b), Jos S. (7d) und Lucia P.d.S. (8a), die über die Jahrgangsgrenzen hinweg erfolgreich harmonieren. Das erklärt ihre überzeugende Interpretation der Stücke „Song 2“ von Blur und „Seven Nation Army“ von The White Stripes. Der Funke sprang auf das Publikum über, das begeistert im Rhythmus mitklatschte.
Danach schlug Linn J. auf dem Klavier mit dem Stück „A day without rain“ von Enya wieder ruhigere Töne an. Und als hätte Jonathans Plädoyer gewirkt, kam anschließend Isabel G. zu ihrem ersten Bühnenauftritt. Gemeinsam mit Layla L. sang sie zur Gitarrenbegleitung den Song „You’re still the one“ von Shania Twain, wofür beide den verdienten Applaus erhielten.
Gleich darauf brachte die Tanz-AG, der neben Saira W. (5c) und Emilia A. (5b) auch Frieda H. (5c), Anoul B. (5d), Carmen P. (6c) und Maya H. (5c) angehören, mit zwei Darbietungen wieder Bewegung auf die Bühne. Mit sichtbarer Freude präsentierten sie ihre Choreografien, wobei das Publikum begeistert mitging.
Kaum vorstellbar, wie souverän im Anschluss Laura W. in die großen Fußstapfen des unvergessenen John Lennons trat und den berühmten Song „Imagine“ zum Besten gab.
Den musikalischen Abschluss bildete noch einmal das Trio um Layla L, Sevil A. und Jonathan K. Mit dem Song „A Million Dreams“ aus The Greatest Showman knüpften sie an das Motto (musikalischer) Selbstverwirklichung an. Präsentierten sich Layla und Sevil zu Beginn mit bunter Schultüte, schlüpften sie während des Liedes geschickt in Talar und Absolventenhut und markierten so symbolisch die Spanne gelebter Träume aus vergangenen Sommern bis zur Gegenwart. Dass uns diese Drei auch in der nahen Zukunft noch die Ehre geben und das Wort vom „letzten Mal“ in eine unbestimmte Zukunft fällt, steht zu hoffen…
Durch den Abend begleitete uns sehr charmant und souverän das Team aus Moderatorinnen, bestehend aus Jule V., Leyla N. und Sarah B., die die Stücke humorvoll anmoderierten und gelungene Überleitungen fanden.
Ob gefühlvoll melancholisch oder rockig, ob still oder in tanzender Bewegung – KANTevent stellte alles in das rechte Licht und sorgte für mit der akustischen Aussteuerung wieder einmal für ein echtes Konzert-Feeling!
Allen Künstlerinnen und Künstlern, Moderatorinnen und KANTventlern und last but not least Herrn Ballero-Flores, der diesen Abend seit Jahren so engagiert organisiert, sei sehr herzlich für diesen wirklich schönen Abend gedankt!