„Am 15.01. besuchte der 10. Jahrgang unserer Schule die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Der historische Lernort ermöglicht eine eindrückliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus und macht sichtbar, welche Folgen Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt haben können. Während einer Führung und anhand ausgewählter Stationen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers, den Lebensbedingungen der Häftlinge sowie einzelnen Biografien auseinander.
Der Besuch war nicht nur eine historische Exkursion, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Bildung: Die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt schärft den Blick für die Verantwortung, die wir heute in einer offenen Gesellschaft tragen. Dabei ging es auch um die Frage, wie schnell Menschenwürde missachtet werden kann – und wie entscheidend es ist, frühzeitig Haltung zu zeigen, wenn Diskriminierung und menschenfeindliche Ideologien Raum gewinnen.
Gerade als Schule ist es uns wichtig, Lernorte außerhalb des Klassenzimmers zu nutzen, um Wissen, Empathie und Reflexion miteinander zu verbinden. Der Besuch in Neuengamme wirkt nachhaltig: Er hinterlässt Eindrücke, die bleiben, und stärkt die Bereitschaft, sich aktiv für Respekt, Toleranz und Zivilcourage einzusetzen. Erinnerungskultur ist damit nicht nur Rückblick, sondern Auftrag für die Gegenwart und Zukunft.“ (C. Schuster)