Korea-Projekt der 6d: Chuseok, K-Pop und Migrationsgeschichte
Vom 13. bis 15. Oktober hat die Klasse 6d im Rahmen des Herbstfensters gemeinsam mit Frau Eunyoung Chu vom MARKK (Museum am Rothenbaum) die koreanische Kultur erkundet. Zum Auftakt besuchten die Schülerinnen und Schüler die Ausstellung „Uri Korea“ im MARKK. Dort lernten sie Tradition, Migrationsgeschichte und moderne Kultur Koreas kennen und hielten ihre ersten Eindrücke in Collagen fest. Dazu legten die Schülerinnen und Schüler ein Koreaheft an, welches ihr kreativer Begleiter während drei Tage blieb.
Am zweiten Tag ging es in der Schule um die Geschichte der koreanischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, die in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Deutschland kamen. Die Kinder spannten den Bogen zur heutigen Jugendkultur rund um K-Pop. Außerdem beschäftigten sie sich mit dem Erntedankfest Chuseok und spielten mit großen Eifer das traditionelle Spiel Yutnori. Zum Abschluss entwarfen sie eigene Chuseok-Emojis, ganz ohne Worte und mit nur drei Farben, und erklärten der Klasse, wofür ihr Emoji steht.
Das Projekt hat den Kindern sichtlich viel Freude gemacht. Sie haben erfahren, wie eng die deutsche und die koreanische Geschichte miteinander verbunden sind. Und sie haben entdeckt, dass Feste wie Chuseok ähnliche Fragen stellen wie unsere eigenen Traditionen. Die Zusammenarbeit geht weiter: Im November bietet das MARKK einen Workshop zur koreanischen Teekultur an, im Dezember folgt ein Sonnenwendeprogramm, bei dem die Klasse Laternen gestaltet.
Ein herzlicher Dank geht an Frau Chu für die engagierte Gestaltung der Projekttage und an Frau Hoyer, die Kulturbeauftragte unserer Schule, für ihre Unterstützung. (H. Mürner)