Am Donnerstag ging das neue Austauschformat in die zweite Runde. Im Mittelpunkt stand diesmal die kontroverse Frage eines möglichen Parteienverbots der AfD. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Kolleginnen und Kollegen nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung war gut besucht und fand in zwei Gesprächskreisen statt. Auch jüngere Schülerinnen und Schüler waren dabei – einige aus Neugier und zum Zuhören, andere bereits als sehr gut informierte und engagierte Debattantinnen und Debattanten.
Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, wie komplex die Frage nach dem Umgang mit der AfD und den demokratischen Mehrheitsverhältnissen ist. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Demokratie unter den bestehenden politischen Verhältnissen etwa in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin funktionieren kann. Dabei wurde auch über die Vor- und Nachteile von Minderheitsregierungen sowie über die Bedeutung unterschiedlicher Wahlsysteme nachgedacht.
Auch der Begriff der „Brandmauer“ wurde differenziert betrachtet. Diskutiert wurde unter anderem die Frage, ob eine klare Ablehnung einer Koalition mit der AfD gleichzeitig eine Zusammenarbeit in einzelnen Sachfragen ausschließen muss.
Wie schon bei der ersten Veranstaltung wurde kontrovers, aber sachlich diskutiert. Eine gemeinsame oder konsensuale Antwort auf die aufgeworfenen Fragen gab es am Ende nicht. Dafür entstand ein konstruktiver Austausch, bei dem unterschiedliche Perspektiven gehört und eigene Positionen hinterfragt werden konnten.
Und genau das ist das Ziel dieses lockeren Diskussionsformats: miteinander ins Gespräch kommen, Fragen stellen, Argumente austauschen und auch nach der Veranstaltung weiterdenken und diskutieren.