Die Physik hat sich, wie jede andere Wissenschaft, aus der Philosophie über die septem artis liberalis entwickelt. Aus dem Vernünfteln über Sichtbares entwickelte sich das Experiment als Frage an die Natur. Es ist wesentlicher Bestandteil der Fachsystematik und des Unterrichts.

Das Experiment als Methode ist ein planvolles und reproduzierbares Vorgehen, in welchem sich die Kinder im Unterricht üben. Es besteht aus dem Planen, dem Durchführen und dem Protokollieren sowie dem Auswerten. Das Auswerten kann in Form von Texten, Tabellen, Diagrammen und Graphen erfolgen. Anhand von Experimenten werden Vermutungen (Hypothesen) überprüft und letztendlich verifiziert bzw. falsifiziert.

Hier ergeben sich teilweise gewollt, aber in jedem Fall hilfreich, Überschneidungen mit den anderen Naturwissenschaften, der Mathematik und auch PGW. Dabei sollte klar sein, dass die Physik eine Naturwissenschaft ist und keine Geisteswissenschaft, so dass es keine letzte Gewissheit geben kann und damit auch keine Verifizierung.

Deswegen lassen sich Naturwissenschaftler und insbesondere Physiker durch Experimente und letztendlich durch die Realität beeindrucken und passen ihre Weltsichten (Theorien) der Wirklichkeit an.

Das ist die wichtigste Botschaft des Physikunterrichts.