Ein Ehrenamt für den Stadtteil

Die Auferstehungskirche Marmstorf jubiliert…

 

Manchmal müssen Chancen beim Schopf ergriffen werden, wenn sie sich auftun. So geschehen im Sommer 2019: Die Auferstehungskirche Marmstorf wird 60 Jahre alt und plant, die Feierlichkeiten mit einem großen Fest für den ganzen Stadtteil Marmstorf zu begehen. Mithilfe derjenigen KANTevent Mitglieder*Innen, die in der Kirchengemeinde aktiv und engagiert sind, entsteht die Idee einer Zusammenarbeit.

Bevor man sich versieht, ist es September geworden. Und plötzlich steht ein tolles Fest vor der Tür! Die Planungen laufen zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Monate. Auch unsere Schulleitung begrüßt die Pläne ausdrücklich, schließlich findet alles außerhalb der regulären Unterrichtszeiten statt.

Eine einmalige Gelegenheit für KANTevent, ein großes Publikum weit über die Schulgrenzen hinaus in den Genuss der Privilegien durch unsere Förderung zu bringen. Gleichzeitig bietet uns das Fest die Chance, einmal außerhalb der Schule an neuen Lernorten aktiv zu sein.

Mit großem Einsatz sind nahezu alle Mitglieder*Innen über zwei Tage zu unterschiedlichsten Zeiten ehrenamtlich dabei. Von der Eröffnung der Feier mit einem Festakt in der Kirche über eine Open-Air-Bühne mit Livemusik und die Architekturbeleuchtung des Kirchenumfelds bis hin zur krönenden Disco innerhalb der Kirche ist dieses Wochenende geprägt von einem bunten und vielseitigen Programm, das wir nur zu gern mitgestalten. Überall sieht man an diesen Tagen die schwarzen T-Shirts mit dem Aufdruck „CREW“ arbeiten.

Am Ende – so viel sei stolz erwähnt – gratulieren Musiker, Hauptamtliche und Gäste zum „absolut professionellen Niveau und Auftreten von KANTevent“ sowie zu einem „tollen Job“ (Zitate).

Verschaffen Sie sich gerne einen Überblick – angefangen mit unserem Teaser-Video über die Tagesberichte bis hin zur kleinen Bildergalerie.

Herzliche Grüße aus der Aula

Kevin Kroll

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CHURCHevent – Freitag, d. 6. September im Porträt

Der Tag beginnt um 11:20 an der Kirche; zum Anfang sind wir noch zu zweit. Aber nach und nach kommen die ersten Schüler von KANTevent aus der Schule und packen mit an. Unsere erste Tätigkeit: Das Material muss ausgeladen werden. Nachdem wir alles in die Kirche gebracht haben geht es an den Aufbau, in zwei Zweierteams werden der FOH (Mischpultplatz) und die Saalbeleuchtung (30 LED-Scheinwerfer entlang des Kirchenschiffs) aufgebaut. Der FOH findet auf der Empore Platz, von dort haben wir während der Show einen guten Überblick.

Als Showlicht bauen wir uns 4 Kurbelstative mit Beam-Washlights links und rechts von der Bühne auf. Auf dem hinteren Bühnenboden neben dem Altar werden vier Spotlights aufgebaut und die Empore erhält noch ein paar weitere Scheinwerfer.

Bei der Verkabelung entsteht das erste Problem: Einer der Washbeams sendet eine Signalstörung aus, die alle anderen Lampen stört und welche wir erst nach einiger Forschung beheben können. Während der Soundchecks müssen einige der Lampen ausgeschaltet werden, da die Lüfter zu laut für die Künstler sind. Mit viel Freude und ohne stilistische Einschränkungen durch Künstler und Kirche programmieren wir eine umfangreiche Lichtshow und fiebern dann erwartungsvoll dem Abend entgegen.

Höhepunkt des Festaktes an diesem Abend ist die Uraufführung einer Kantate die speziell für diesen Abend komponiert wurde. Da auch wir von KANTevent das Stück zum ersten Mal erleben, wird die Lichtshow „auf Sicht“ gefahren – Improvisation kann auf diese Weise viel Spaß machen!

Während die Sonne langsam untergeht und in der Kirche noch festliche Töne erklingen, werden im Außenbereich Flutlichtscheinwerfer vorbereitet und an ihre Positionen gebracht. Als es dann endlich dunkel genug ist, erfolgt der Stromanschluss der Scheinwerfer. Nach und nach erstrahlen die uralten Bäume und die Fassade der Kirche in kräftigem „Forest Green“, mystischem „Dark Lavender“ oder leuchtendem „Fire“. Unter anderem für diese Inszenierung und das am Sonnabend folgende Fest muss eigens ein Aggregat bereitgestellt werden, weil der Stromanschluss der Kirche nicht ausreicht.

Bevor wir dann verdient den Heimweg antreten dürfen, wird die Technik zurück- bzw. umgebaut. Das bedeutet: Die Außenbeleuchtung muss aus Sicherheitsgründen um Mitternacht wieder abgebaut und verstaut werden. Das gleiche gilt für die Saalbeleuchtung in der Kirche, da dort am Samstag eine Disco stattfinden soll und die Kirchenbänke weichen müssen – nicht, dass unsere Kabel darunter leiden! Ganz zum Schluss programmieren wir dann noch ein wenig für den nächsten Tag vor.

Gute Nacht!

Diese Reportage wurde von Marcel Eßmann (Abiturjahrgang 2015), Mitglied im KANTevent Projekttagebuchteam, verfasst.

 

CHURCHevent – Sonnabend, d. 7. September im Porträt

Es ist zehn Uhr morgens. Doch anstatt mich wie gewohnt aus dem Bett zu quälen, weil ich sonst verhungere, steht heute etwas Besonderes an: KANTevent ist mal wieder im Einsatz, und das anders als sonst nicht am Immanuel-Kant-Gymnasium, sondern als ehrenamtlicher Technikdienstleister für Licht und Ton beim 60. Jubiläum der Auferstehungskirche in Marmstorf. Kaum angekommen, geht es auch schon los.

Nachdem ich mein Fahrrad abgestellt habe, kann ich schon gleich die bereits anwesenden Techniker*Innen unterstützen, denn es gibt viel zu tun: Draußen muss die Open-Air-Bühne für die Auftritte verschiedener Künstler und Gruppen vorbereitet werden, was heißt, dass einige Bühnenelemente angepasst sowie Beschallungsanlage und Kabel verlegt und aufgebaut werden müssen. Wie zu erwarten muss deshalb jemand unter der Bühne hin- und her kriechen, damit die Kabel so liegen, dass alles ordentlich aussieht und Sicherheitsrisiken wie als Stolperfallen fungierende Kabel ausgeschlossen werden können. Die Sicherheit aller Besucher*Innen steht an erster Stelle! Das bedeutet aber letzten Endes Folgendes: Die Kleinsten verlegen die Kabel unter der Bühne (was dennoch einige Beulen verursacht) während alle anderen sich um den Rest kümmern. Dabei wurde unsere Arbeit aber durch die Rollbretter der Subwoofer deutlich erleichtert, sodass es am Ende sogar Spaß gemacht hat, unter der Bühne „entlangzusausen“!

Beim Aufbau der Anlage achten wir stets darauf, dass die Technik möglichst schnell durch Tüten abgedeckt werden kann, falls das Wetter gegen uns spielt, was aber glücklicherweise nicht passieren soll. Nach dem Aufbau aber kann es nun endlich losgehen!

Erfreulicherweise konnten wir wieder den Tonspezialisten Dominik Feltes für unser Anliegen begeistern, der dann auch gleich die Anlage im Rahmen der Soundchecks ausgewogen kalibriert und feinjustiert. Mittlerweile treffen auch die ersten Besucher*Innen ein, sodass sich der Platz vor der Kirche langsam füllt. Von nun an geht es Schlag auf Schlag: Nach und nach performen die unterschiedlichsten Künstlergruppen und die Auftritte scheinen dem Publikum zu gefallen. Doch während der Show gibt es nicht so viel zu tun. Deshalb nehmen sich einige KANTevent-Mitglieder eine kurze Pause, helfen beim Service der Gäste, indem sie sich ehrenamtlich beim Verkauf von Essen beteiligten oder bereiten im Inneren der Kirche alles für die Feier am Abend vor. Dabei sind Lampen und Nebelmaschinen schon vom Vortag aufgestellt, aber für einen echten Veranstaltungstechniker ist hier noch lange kein Schluss, denn nicht die Lampen an sich machen die Show, sondern die Leute, die etwas damit anstellen und sie steuern! Aus diesem Grund setzen wir unsere GrandMA2 Light, ein professionelles Lichtpult, ein. Aufgestellt haben wir unseren FOH, die Steuerungszentrale, auf der Empore des Saals, wodurch uns ein perfekter Überblick über das Geschehen möglich ist. Einmal mehr glänzen dabei die unheimlich vielen Möglichkeiten der GrandMA, unsere Lampen zu programmieren. So können wir nicht nur alle möglichen Farben schnell und einfach mischen, sondern auch Farbverläufe wie bspw. einen Regenbogen zaubern – genug Möglichkeiten, um das Auge zu verzaubern. Als sich dann der Tag dem Abend neigt und es dunkel wird, verändern sich die Abläufe: Bisher ist der Tag fabelhaft verlaufen, doch eine Regenfront nähert sich. Sobald die Auftritte draußen zu Ende gegangen sind, können wir auch schleunigst mit dem Abbau beginnen: Die ungeschützten Lautsprecher werden vorerst auf die überdachte Bühne gehievt, um sie erstmal in Sicherheit zu bringen. Selbiges geschieht dann auch mit dem Rest der Technik, die wir nach und nach für den Abtransport vorbereiten. Die Kabel werden gerollt, Instrumente abgebaut und alles sorgfältig verpackt. Währenddessen ist die Party in der Kirche schon in vollem Gange. Da ein externer DJ gebucht ist, können wir uns kompromisslos aufs Licht konzentrieren. Es wird ausgelassen gefeiert, sogar einige Techniker*Innen lassen sich mitreißen und mischen sich unter die Menge. Besonders gefreut haben wir uns dabei über die glücklichen Besucher, denen wir diesen Abend ermöglichen durften. Als sich tief in der Nacht die letzten Gäste verabschieden und sich die Verantwortlichen der Kirche herzliche bedanken, bauen wir noch die Technik ab. Was für ein Tag für KANTevent!

Gute Nacht!

Diese Reportage wurde von Henrik Möbus (Klassenstufe 9), Mitglied im KANTevent Projekttagebuchteam, verfasst.