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„found footage“ bezeichnet ein spezielles Genre im Arbeitsbereich Film vor allem experimentelle Filme, die ganz oder teilweise aus fremdem Filmmaterial bestehen. 

Dabei gibt es verschiedene Formen des Umgangs mit dem Material, seiner Zusammensetzung und der Art seiner Aneignung und Umdeutung.

Bei „found footage“ Experimenten wird nicht nur ein neuer Filmtypus ohne Kameradreh geschaffen, sondern durch die Gestaltung der Montage auch die Lesart des Films beeinflusst.

Werden vorgefertigte Bildelemente aus ihren Zusammenhängen gerissen und zu einem neuen Werk montiert, bezeichnet man dieses künstlerische Verfahren Collage. Im filmischen Bereich heißt diese Möglichkeit „found footage“.

Schülerinnen und Schüler des Kunstprofils in Klasse 12 des Immanuel-Kant-Gymnasiums setzten sich im Rahmen des Mediensemesters mit dieser Form auseinander. Als Ausgangsmaterial wurden Filmaufnahmen des fachübergreifenden Theaterprojekts zum Thema „Identität“ aus dem vorigen Semester bereitgestellt. Dabei handelte es sich um eine Theatercollage, an der ein Jahr lang gearbeitet wurde.

 

„Shakespeare trifft auf Tennesse Williams und Goethe auf „The Prodigy“. Zeitgenössisches Theater kollidiert mit klassischen Textschnipseln, selbst Komponiertes ist zu hören, es wird getanzt und getobt.“

Es wurde mit neun circa einminütigen Sequenzen in schwarz-weiß und ohne Tonspur gearbeitet. Alle Schülerinnen und Schüler hatten das gleiche Ausgangsmaterial und es sind 18 völlig unterschiedliche Clips entstanden, die mit ihrer jeweiligen neuen Intention überzeugen.